Planungen zum Neubau eines Gemeinschaftshauses

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    Bish. Gemeinschaftshaus

 

 

 

 

 

 

 

 

Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses und einer Fahrzeughalle

Schulstraße, 55767 Niederhambach

Förderantrag

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Der Förderantrag ist das Ergebnis der folgenden Überlegungenund Untersuchungen des Gemeinderates in den letzten Monaten.

Der Gemeinderat hat sich mit der Situation beschäftigt, dass das vorhandene Dorfgemeinschaftshaus modernisiert und umgebaut werden muss.

Nicht nur, dass das Bestandsgebäude barrierefrei nicht erreichbar ist, sondern es weist darüber hinaus erhebliche Bauschäden und Baumängel auf.

Der Vollständigkeit sei hier die Historie des Altbaus erwähnt. 

Das vorhandene Gemeinschaftshaus wurde im Jahr 1961 als

Schule errichtet und Anfang 1970, mit großer Beteiligung des Chores, zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut.

Im Zeitraum 1982 - 1986 wurden folgende Baumaßnahmen am Gebäude ausgeführt:

* diverse Anbauten (Dusche, etc.)

* Einbau von Holzfenstern mit Isolierverglasung

Im Jahr 1995 sind ein Teil der Fenster gegen Kunststofffenster mit Isolierverglasung ausgetauscht worden.

Die Fenster im Duschbereich sind aus 1998.1997 wurde eine Öl-Heizung mit Warmwasserbereitung installiert.

Das Gebäude wurde somit seit 1970 im normalüblichen Umfang unterhalten. Durchgreifende Instandsetzungen bzw. Modernisierungen wurdenkeine durchgeführt, 

so dass sich das Gebäude derzeit in einem schlechten energetischen Zustand befindet.

Bedingt dadurch ist ein erheblicher Modernisierungs-und Renovierungsbedarf entstanden.

Beispielhaft sei hier folgendes aufgeführt:

1.) Massive Feuchtigkeit im Keller verbunden mit

Schimmelbildung, Putzabplatzungen etc.

2.) Fassadenschäden (Verkleidungen beschädigt,

Putzschäden etc.)

3.) schlechter energetischer Zustand (mangelnde

Wärmedämmung im Bereich der Außenwände/

des Daches/des Kellers, alte Fenster und Türen)

-> dadurch hohe Energiekosten

4.) Heizung, Elektroinstallation und Sanitäranlagen

am Ende der Gebrauchstauglichkeit

Unter Berücksichtigung der gültigen Normen (EnEV 2014,Brandschutz, Barrierefreitheit, etc.) liegen die

durchschnittlichen Umbau- und Modernisierungskosten zwischen1.000 €/m² bis 1.500 €/m² BGF

(Kostenstand 2015 BKI Baukosten).

Bei der Größe des Altbaus kämen somit Kosten von mehrals 1.000.000 € auf die Gemeinde zu.

Die, durch die Bausubstanz bedingten Unzulänglichkeiten, wie fehlende Flexibilität des Grundrisses etc.,

könnten mit der Modernisierung nicht beseitigt werden.

Bedingt durch die hohen Kosten und der zusätzlichen Nutzungseinschränkungen, ist eineSanierung unwirtschaftlich.

Darüber hinaus amortisieren sich die Investitionskosten nicht innerhalb der nächsten 20 Jahre.

Die durchgeführte Klimaschutz-Untersuchungder Verbandsgemeinde Birkenfeld (Bericht Nr.37)

aus demJahr 2013 kommt ebenfalls zu dem Ergebnis,

dass eine energetische Modernisierung nicht wirtschaftlich ist.

Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Vereine(Chor, Theaterverein, Sportverein, etc.) während der Umbauphase keine Räume mehr zur Verfügung hätten

und in verschiedene Gebäude ausquartiert werden müssten. 

Entsprechende Räumlichkeiten zum Proben und für Aufführungen

einschl. der Lagerräume sind dann kostenpflichtig anzumieten.

Das Gemeindehaus als zentrale Begegnungsstätte für die Einwohner der Ortsgemeinde,

bestehend aus drei Ortsteilen, stünde somit für längere Zeit nicht zur Verfügung.

All diese Überlegungen führten dazu, sich mit der Planungeines Neubaus zu beschäftigen.

Die Planstudien kamen zu dem Ergebnis, dass auf der derzeitigen Parkplatzfläche,

rechts neben demvorhandenen Gemeindehaus,

ein neues Dorfgemeinschaftshaus in gleicher Größe errichtet werden kann.

Geplant ist eine Mehrzweckhalle mit insgesamt 80 - 90 Sitzplätzen und

den entsprechenden Nebenräumen. Auf eine Unterkellerung wurde aus Kostengründen verzichtet.

Die neue Mehrzweckhalle bietet sowohl für die Gemeindemitglieder wie auch den ortsansässigen Vereinen

(Chor, Theater- und Sportverein) vielfältige und flexible Nutzungsmöglichkeiten.

Eine Unterbrechung der Nutzung würde durch den Neubau nicht entstehen,

so dass eine Kontinuität für die Bürger erreicht wird.

Der geplante Neubau in ökologisch nachhaltiger Bauweise, 

mit den derzeit modernsten nachwachsenden Baustoffen,überzeugt mit niedrigem Energiebedarf, 

so dass die zukünftigen Unterhaltungskosten den Gemeindehaushalt nur in geringem Umfang belasten.

Mit dem Neubau steht der Ortsgemeinschaft somit auch inZukunft ein adäquater Raum zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dipl. Ing. D. Zimmer

Architektin AKS